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  • Der Ösi in Kawasaki

Coronavirus in Japan

Zwischen Katastrophe und Kirschblüten… Leider spitzt sich die Lage in Japan gerade erst zu. Wie lebt es sich als Ausländer in einem fremden Land während einer weltweiten Pandemie? Erfährt, wie wir die Situation wahrnehmen und wie wir versuchen, das Beste daraus zu machen.


Dies ist die 13. Folge meines Podcasts "Der Ösi in Kawasaki" als Blogartikel zum Nachlesen. Anhören könnt ihr sie übrigens direkt hier, sowie auf Spotify und Apple.


Konnichiwa und servus zu einer weiteren Folge. Ich bin Alex, der Ösi immernoch in Kawasaki. Heute widme ich mich einem besonders populären Thema. Ja, einem richtigen „Hot Topic“ – dem Coronavirus.


Ich habe lang mit mir gerungen, ob ich eine Folge wie diese überhaupt machen soll oder nicht. Dem Thema Coronavirus entkommt man seit Monaten ja ohnehin schon nicht mehr. Ich finde es selbst sehr wichtig bewusst Informationspausen einzulegen und sich auch durchaus den schöneren Dingen des Lebens zu widmen. Ob Spaziergänge oder Fernsehserien, oder virtuelle Trinkgelage mit Freunden. Ich hoffe, euch geht es soweit gut und ihr habt gewisse Tätigkeiten und Routinen gefunden, um mit der derzeitigen Lage umzugehen und euch auch psychisch gesund zu halten.


Ich sehe mich selbst mit diesem Podcast ja in der Kategorie „Unterhaltung“, weshalb ich das Thema in den letzten Folgen auch ganz bewusst im Hintergrund gehalten habe.


Nichtsdestotrotz erzähle ich euch hier ja von meinem Leben in Japan. Und auch, wenn die Japaner sehr geübt darin sind, um Probleme herumzutanzen und so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung – mittlerweile kann auch hier niemand mehr den Ausnahmezustand leugnen. Unser Leben wird davon immer stärker beeinflusst und manche Dinge im Umgang mit dem Virus ärgern mich hier enorm. Zudem wächst allmählich auch mein Heimweh – wahrscheinlich auch deshalb, weil wir momentan gar nicht nach Hause können.


Viele Freunde fragen meinen Mann und mich auch immer wieder, ob es uns gut geht und wie wir die Situation erleben. Seltsamerweise glauben viele, dass wir es in Japan schon längst überstanden hätten. Ich weiß nicht, ob die Leute da etwas mit China verwechseln… Jedenfalls: leider weit gefehlt. In Wahrheit spitzt sie sich die Lage gerade erst so richtig zu. Aus diesem Grund möchte ich euch heute und in gebündelter Form ein bisschen von den letzten Wochen im Hinblick auf das Coronavirus erzählen. Womit wir, insbesondere als Ausländer, in Japan zu kämpfen haben. Von meiner Frustration und der Enttäuschung, aber auch von meinem Optimismus.


Da sich die Ereignisse und Nachrichten täglich ändern, verzeiht mir bitte, wenn einige Infos schon wieder veraltet oder Schätzungen sind. Aktuelle Nachrichten aus Japan in deutscher Sprache bekommt ihr übrigens in Jan Knüsels großartigem Asienspiegel.



Werfen wir einen Blick zurück


Die ersten bestätigten Infektionen gab es in Japan schon Mitte Januar, vorwiegend auf der Nordinsel Hokkaido. Das waren Einzelpersonen, die aus China zurückgekommen sind, und Angehörige. Gehört habt ihr vielleicht vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, das im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gestellt wurde. Die Zahl der Infizierten auf dem Schiff belief sich auf über 700, was die offiziellen Zahlen Japans stark in die Höhe getrieben hat. Ein Experte für Infektionskrankheiten hat die Zustände auf dem Schiff scharf kritisiert – er meinte, auf dem Schiff herrsche die Bürokratie statt Expertise. Ein Eindruck, der sich leider fortsetzen sollte.



Was wäre eine Pandemie ohne einen Run auf Klopapier und Masken?


Wie es sich gehört, waren Ende Januar plötzlich die Klopapier- und Maskenregale leer. Glücklicherweise hatten wir noch einen Vorrat an Klopapier. Und auch Masken habe ich noch im Internet ergattert. Abgesehen davon hat die Lage den ganzen Februar über aber recht entspannt auf mich gewirkt. Vielleicht war’s die westliche Arroganz gegenüber China oder einfach purer Optimismus. In einer früheren Folge habe ich einmal von der „Corona-Hysterie“ gesprochen – aus heutiger Sicht eine recht unglückliche Formulierung.


Ich habe euch auch erzählt, dass wir Mitte Februar ein Ski-Wochenende in Nagano verbracht haben. Auf den Pisten war’s sehr ruhig – wir haben uns auch nicht gefährdet gefühlt oder so. Und wir gingen nach wie vor arbeiten und auswärts essen.



Zunehmende Corona-Maßnahmen


Ende Februar hat die Regierung dann beschlossen öffentliche Schulen zu schließen. Außerdem haben viele Touristenattraktionen und Fitnessstudios vorübergehend zugesperrt. Für einen Zeitraum von ungefähr 2 Wochen waren dann auch die Züge nicht mehr ganz so voll wie sonst.


Wie es dann auch in Europa plötzlich zu einem Ausbruch an Infektionen gekommen ist, wurde Japan in westlichen Medien immer wieder als Musterbeispiel im Umgang mit dem Virus gepriesen. Dass man mit kleinen, gezielten Maßnahmen große Wirkung erzielen könne. Dass die Japaner so diszipliniert und außerordentlich reinlich seien, man hier sowieso schon immer soziale Distanz wahre und Masken allgegenwärtig seien. Irgendwie wollte man so die niedrige Zahl an Infektionen erklären. Und ja, vermutlich haben all diese Faktoren auch wirklich eine wichtige Rolle gespielt. Eine Rolle gespielt haben wohl aber auch die olympischen Spiele. Lange haben die Regierung und das olympische Komitee an der Austragung im Sommer festgehalten.


Fakt ist, dass extrem wenige Tests durchgeführt wurden. Für einen Test in Frage gekommen ist man nur, wenn man schon über einen längeren Zeitraum besonders schwere Symptome aufgewiesen hat. Kaum wurde die Verschiebung der olympischen Spiele bekanntgegeben, schoss die Zahl der Infektionen nach oben. So ein Zufall aber auch!


Nach der ersten Beruhigung in den Zügen auf unserem Arbeitsweg, wurden sie dann aber trotzdem auf einmal wieder voller. Das Wetter wurde schön und die Leute sind auch in der Freizeit vermehrt nach draußen zu den Kirschblüten geströmt – wir selbst nicht ausgenommen, um ehrlich zu sein.



Meine Frustration als Expat in Japan


Zu dieser Zeit ist dann meine Frustration gewachsen. Wir verfolgen aufmerksam die österreichischen Nachrichten und hören gerade jetzt besonders viel von unseren Lieben zuhause. Bis auf einen englischsprachigen japanischen Sender und unsere KollegInnen bekommen wir von den täglichen Entwicklungen in Japan vergleichsweise wenig mit. Während also die Freunde und Familie in Österreich schon seit längerem nicht mehr rausgehen sollen und alle Geschäfte und Restaurants geschlossen haben, hätte der Kontrast zu Japan und den gestopft vollen Zügen und Lokalen nicht größer sein können.


Ich wusste nicht, wie ich die Situation deuten soll. Natürlich konnte ich die Situation und Maßnahmen von Österreich nicht eins zu eins auf Japan übertragen. Gleichzeitig habe ich stark an den offiziellen Zahlen gezweifelt. Auch in den Expat-Foren haben sich zunehmend eine schlechte Stimmung bis hin zu Verschwörungstheorien breitgemacht – das war und ist leider auch nicht besonders hilfreich.


Seit unserem Umzug nach Japan vor neun Monaten waren wir bisher noch kein einziges Mal in Österreich. Unsere erste Heimreise wäre für Ende Mai angesetzt gewesen. Quasi als Überbrückung hätten uns bis dahin insgesamt acht Freunde besucht, auf die wir uns schon sehr gefreut und gemeinsame Reisepläne geschmiedet hatten. Kommen tut jetzt natürlich niemand, ebenso wenig wie wir nach Österreich.



Japan zwischen Katastrophe und Kirschblüte


Um die Stimmung zu heben und mit dem Verdacht im Hinterkopf, dass Japan die Maßnahmen bald verschärfen würde, haben mein Mann und ich dann vor kurzem doch noch einen Ausflug gemacht. Und zwar in die Natur – auf die Halbinsel Izu, knapp über zwei Stunden mit dem Zug von uns entfernt, welcher übrigens fast leer war.


Wir sind an der Jōgasaki Küste entlanggewandert – eine wunderschöne Gegend an der zerklüfteten Küste, die bei Touristen allgemein weniger bekannt und aktuell fast wie ausgestorben ist. Wir hatten herrlich warmes Frühlingswetter und zufällig genau den Höhepunkt der Kirschblüte erwischt.


Es war unser erster Trip auf die Halbinsel Izu und wird sicher nicht unser letzter sein. Üppige Natur und ganz viel Platz – irgendwie hat es sich dort schon fast mediterran oder tropisch angefühlt. Empfehlen kann ich euch auch einen Abstecher zum erloschenen Vulkan Omuro. Mit dem Sessellift geht’s nach oben bis an den Krater, von wo aus ihr einen grandiosen Blick über das Meer habt.



Nationaler Notstand ausgerufen


Wir sollten jedenfalls recht behalten. Kurz nach diesem Ausflug wurde dann zum allerersten Mal in Japan der Notstand ausgerufen. Endlich, möchte man sagen. Die Regierung hat wochenlang überlegt und sich beraten und noch mehr überlegt – und hat sich schließlich eingestanden, dass sich das Coronavirus immer schneller verbreitet, besonders in Tokio. Aber was bedeutet Notstand jetzt konkret?


Die Einreisebestimmungen wurden in den letzten Wochen ohnehin schon immer mehr verschärft. Sehr deutlich gesehen hat man es zum Beispiel in Kyoto, das normalerweise im Frühjahr von Touristen nur so geflutet wird.


Anfangs gab es noch die Möglichkeit auf eine zweiwöchige Quarantäne nach der Einreise ins Land. Mittlerweile dürfen Personen aus 73 Ländern und Regionen gar nicht mehr einreisen. Das gilt auch für uns. Würden wir derzeit ausreisen, dürften wir auf unbestimmte Zeit gar nicht mehr zurück. Für das Heimweh ist das natürlich nicht gerade förderlich. Wie so oft, will man ja genau das, was man nicht haben kann.


Nicht haben kann man aktuell auch Shopping-Trips in Einkaufszentren, diese sind geschlossen. Genauso wie größere Veranstaltungsorte und Museen. Es würde keinen strengen Lockdown, wie etwa in anderen Ländern geben, so der Premierminister. Verfassungsrechtlich wäre das in Japan angeblich schwierig bis unmöglich.


Ich werde zudem das Gefühl nicht los, dass man sich hier schon stark an der Wirtschaft orientiert. Im Prinzip spricht die Regierung momentan nur Empfehlungen aus. Restaurants und Geschäfte sollen mehr oder weniger freiwillig schließen oder ihre Öffnungszeiten einschränken. Um euch ein Beispiel zu geben: IKEA hat aktuell nur mehr 9 Stunden pro Tag geöffnet, statt wie regulär 12 Stunden. Ähnlich verhält es sich mit vielen Restaurants. Auch die meisten Friseursalons haben weiter geöffnet – zum Glück, denn bei mir war’s vorgestern schon allhöchste Zeit. Es hat dabei nur ein Friseur gearbeitet und ich war der einzige Kunde. Darauf wird zumindest geachtet.



(Kein) Home Office in Japan


Es gibt weiter die Empfehlung den Kontakt zu anderen Menschen um 80% zu reduzieren. Und das ist für mich der Punkt, über den ich mich am meisten ärgere. Man solle gefälligst zu Hause bleiben, heißt es nicht selten auch von aufgebrachten Internet-Nutzern. Gleichzeitig gaben laut nationalem Rundfunk drei Viertel der japanischen Unternehmen an, dass Teleworking schlicht und einfach nicht möglich sei. Sie erwarten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin täglich. Sei es jetzt wegen fehlender Technik (und der notwendigen Nutzung des physischen „Hanko“-Stempels zum Absegnen von Dokumenten), fehlendem Vertrauen oder fehlendem Verantwortungsbewusstsein – sucht euch etwas aus.


Die Züge in der Rush Hour sind leerer – aber immer noch gut frequentiert, oft ist jeder Sitzplatz belegt. Noch dazu hat mit 1. April das neue Geschäftsjahr begonnen, viele starten zeitgleich in ihre neuen Jobs. Meine Befürchtung ist: selbst wenn jemand leichte Symptome entwickelt, würde er sich womöglich davor scheuen, in einer seiner ersten Arbeitswochen um Krankenstand zu bitten. Auch in meiner Arbeit gibt’s ganz viele neue, brav maskierte Gesichter, die jedoch gerade Tag für Tag Einführungs-Schulungen im stickigen Meeting-Raum absolvieren.


Weil ich mich selbst zunehmend unwohl gefühlt habe fast eine Stunde in die Arbeit zu pendeln, habe ich um die Erlaubnis gebeten, von zuhause aus zu arbeiten. Stattdessen wurde mir dann nahegelegt, vorübergehend meine Arbeitszeit überhaupt zu reduzieren – genauso wie das Gehalt, versteht sich – weil es gerade einfach weniger zu tun gibt. Naja… Insofern leiste ich jetzt einfach meinem Mann mehr Gesellschaft zu Hause. Dieser darf beziehungsweise soll dankenswerterweise von zu Hause arbeiten.



Profitgier in der Beauty Clinic


Wie es aussieht, wenn profitgeile Unternehmen die freie Wahl haben, sieht man auch am besonderen Beispiel einer Freundin. Sie arbeitet als Assistentin in einer Schönheitspraxis. Seit manche Firmen hier ihren Mitarbeiterin Teleworking erlauben, hat laut ihr der Andrang auf Schönheits-Eingriffe damit erst deutlich zugenommen.


Anfang April wurde eine ihrer Kolleginnen positiv auf das Coronavirus getestet. Sie war davor ganz normal arbeiten und hatte engen Kontakt zu Kolleginnen und Patientinnen. Trotz Symptomen einfach zuhause zu bleiben ist für viele keine Option – viele haben nicht ausreichend Urlaubstage, und bezahlten Krankenstand gibt es hier in der Regel nicht.


Selbst am Tag nach der Diagnose hatte die Praxis jedenfalls geöffnet. Sie haben dann immerhin die Patientinnen mit offenen Reservierungen durchtelefoniert und über die Situation informiert. Trotzdem erschienen an dem Tag 20 oder 30 von ihnen in der Praxis. Diese geballte Ladung an mangelndem Verantwortungsbewusstsein finde ich haarsträubend.


Meine Freundin ist jedenfalls sehr besorgt und hat sich jetzt frei genommen. Sie wird bislang trotzdem nicht getestet, weil die Zusammenarbeit mit einer infizierten Person nicht als enger Kontakt gezählt wird. Währenddessen schickt ihr oberster Boss Massenmails an die Belegschaft. Er beschwichtigt: die meisten COVID-Todesopfer seien ja sowieso Männer, die Angestellten in der Praxis fast ausschließlich Frauen. Er bedankt sich, dass sie mit ihrer Arbeit und den bezahlten Steuern der japanischen Gesellschaft und Wirtschaft einen Dienst erweisen. Wahn–sinn.


Das soll jetzt keine Verallgemeinerung sein. Es gibt bestimmt auch in Österreich und Deutschland solche schwarzen Schafe. Ich hoffe stark, dass es sich hier einfach nur um einen besonders krassen Einzelfall handelt und es um das Verantwortungsbewusstsein der Mehrheit dann doch besser steht.



Isolation und Heimweh


Unterm Strich gibt es hier also weder einen weitreichenden Shutdown oder gar einen Lockdown. Es gibt viele Einschränkungen, grundsätzlich können wir aber das Haus verlassen und sogar essen gehen. In der Situation als Ausländer in Japan fühle ich mich auf eine gewisse Weise trotzdem isoliert. Isoliert, weil wir in dieser schwierigen Zeit von unseren Lieben in Österreich getrennt sind. Weil wir in einem Land leben, dessen Sprache wir nicht ausreichend sprechen und dessen Maßnahmen und offiziellen Zahlen wir anzweifeln. Und weil wir auf unbestimmte Zeit nicht nach Österreich reisen können. Nicht nur die Besuche unserer Freunde und unser erster Heimaturlaub fallen ins Wasser. Der größte Schlag für uns bisher: Wir hatten vor, im August in Österreich unsere Hochzeitsfeier abzuhalten – und auch diese müssen wir jetzt schweren Herzens verschieben.


Insofern nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich in dieser Folge ein bisschen negativer geklungen habe. Mir ist bewusst, dass wir uns immer noch in einer sehr glücklichen Lage befinden. Wir sind gesund und müssen halt jetzt einfach mehr Zeit in unserer Wohnung verbringen, in der es uns eigentlich an nichts fehlt.


Ich koche aktuell deutlich mehr und aufwendiger. Es ist wie eine Weltreise am Esstisch: von österreichisch-ungarischem Gulasch mit tschechischen Knödeln, über französische Quiche, bis arabisches Baba Ghanoush oder thailändischer Gapao-Reis. Ich lerne fleißig dazu, halte mich beschäftigt – und gut genährt. Unsere noch strenger isolierten Freunde in Österreich haben momentan mehr Zeit und auch Lust auf Videotelefonate. Es tut schon gut, hier ständig in Kontakt zu bleiben.


Ich lenke mich außerdem damit ab zukünftige Ausflüge zu planen. Das Schöne ist ja, dass das Meer nicht weit von uns entfernt ist, und wir auch innerhalb Japans noch viel zu entdecken haben. Dafür bin ich auf jeden Fall außerordentlich dankbar. Die Erkundung möchten wir fortsetzen, sobald sich die Situation verbessert.


Im Moment zumindest, verschlechtert sie sich aber leider von Tag zu Tag. Die Bewegungsfreiheit wird zunehmend enger. Vor allem in Tokio nehmen die Infektionen immer schneller zu. Die Gouverneurin von Tokio wirkt hier zumindest entschlossener als der Premierminister.


Offiziell stehen wir aktuell bei knapp über 8.000 Infizierten und 150 Todesfällen. Diese Zahlen dürfen allerdings stark angezweifelt werden. Die App Line, quasi das japanische Whatsapp, hat gerade eine Umfrage mit 24 Millionen Menschen durchgeführt. Rechnet man die Ergebnisse auf die gesamte Bevölkerung hoch, würden sich die Verdachtsfälle mit Fiebersymptomen auf sage und schreibe 140.000 belaufen. Laut dem nationalen Fernsehen befürchten manche Experten schlimmstenfalls sogar bis zu 400.000 Todesfälle. Auch diese Zahlen sind mit äußerster Vorsicht zu genießen.



Eine Brise Optimismus


Ich will mir solche Horrorszenarien zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausmalen. Die medizinische Versorgung ist in Japan immerhin deutlich besser als beispielsweise in den USA und es gibt auch mehr Krankenhausbetten als in den meisten anderen Ländern.


Ich schlafe in letzter Zeit schlecht, bin auch jetzt wieder mal verspannter. Trotz allem werde ich mich weiterhin in Optimismus üben und das Beste hoffen. Und nach vorne blicken. Ich merke übrigens auch, dass mir das Frühlingswetter und die Sonne richtig guttun. Bei unserem Ausflug nach Izu habe ich mich wie neu in Japan verliebt. Ich kann es kaum erwarten, wenn wir endlich wieder mehr unternehmen und Leute treffen.


Ich bedanke mich recht herzlich fürs Dabeisein und bin mir bewusst, dass es heute ein schwereres Thema war, von dem viele schon die Nase voll haben. Ich weiß auch das Feedback und die Anregungen sehr zu schätzen, die ich immer wieder von euch bekomme. Das macht das ganze Podcasting nicht ganz so einseitig.


Ich wünsche euch und uns allen weiterhin viel Kraft und beste Gesundheit. Fühlt euch gedrückt.


Euer Ösi in Kawasaki



Dies war die 13. Folge meines Podcasts "Der Ösi in Kawasaki" als Blogartikel zum Nachlesen. Anhören könnt ihr sie übrigens direkt hier, sowie auf Spotify und Apple.

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